Menuhin Conducting Prize (former Neeme Järvi Prize)
der Menuhin Conducting Prize
Mit dem Menuhin Conducting Prize setzt das Menuhin Festival Gstaad seine langjährige Förderung junger Dirigentinnen und Dirigenten fort. Ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin der Conducting Academy wird mit dem Preis ausgezeichnet, der bewusst sowohl die Entwicklung und Gesamtleistung während der Conducting Academy als auch den Eindruck des Finalkonzerts im Festival-Zelt Gstaad berücksichtigt.
2015 als Neeme Järvi Prize ins Leben gerufen, trägt er heute den Namen Yehudi Menuhins, dessen künstlerisches Erbe untrennbar mit dem Festival verbunden ist.
Eine Jury, bestehend aus den Professoren der Conducting Academy, Vertretern des Gstaad Festival Orchestra sowie der fünf Partnerorchester, kürt den oder die Gewinnerin des Menuhin Conducting Prize. In diesem Jahr setzten sich die Partnerorchester aus den folgenden Ensembles zusammen: Berner Symphonieorchester, Dresdner Philharmonie, Musikkollegium Winterthur, Philharmonie Südwestfalen und Sinfonie Orchester Biel Solothurn.
Neu wurde 2026 ein Publikumspreis vergeben. Das Publikum stimmte während des Finalkonzerts digital über seinen Favoriten oder seine Favoritin ab.
Verleihung des 11. Menuhin conducting prize
Zehn ausgewählte junge Dirigentinnen und Dirigenten arbeiteten seit dem 28. Juli im Rahmen der Conducting Academy intensiv mit Jaap van Zweden, Alexander Shelley, Johannes Schlaefli und Stef Collignon. Höhepunkt des Meisterkurses war das Finalkonzert am 13. August 2026 im Festival-Zelt Gstaad, bei dem sich die Finalisten und Finalistinnen der Jury und dem Publikum präsentierten. Durch den Abend führten Daniel Hope und Tamina Kallert, eine der bekanntesten Reise- und Kulturmoderatorinnen des deutschsprachigen Fernsehens.
Am Abschlusskonzert leiteten die zehn Finalistinnen und Finalisten das Gstaad Festival Orchestra, welches Edward Elgars Violinkonzert mit Solisten Raphael Nussbaumer und die Vierte Symphonie von Johannes Brahms aufführte.
Preisträger / Preisträgerinnen
Tess Jackson (2000) und Leonhard Kreutzmann (2003) teilen sich den Menuhin Conducting Prize. Die Jury entschied, aufgrund des herausragenden Talentes beider jungen Dirigierenden einen Doppelpreis zu vergeben. Tess Jackson überzeugte mit ihrer souveränen Leistung im dritten Satz Allegro molto im Violinkonzert von Elgar. Leonhard Kreutzmann brachte kraftvoll und energetisch Brahms’ Sinfonie Nr. 4 zu einem krönenden Abschluss.
Die Preisträgerin und der Preisträger teilen sich ein umfangreiches Förderpaket: Gastdirigate mit allen fünf Partnerorchestern , die Wiedereinladung als Jurymitglied einer künftigen Conducting Prize Jury sowie die Gelegenheit, Jaap van Zweden bei einem Projekt mit einem seiner Orchester als Assistenz zu begleiten.
Neu wurde 2026 zudem ein Publikumspreis vergeben. Das Publikum stimmte während des Finalkonzerts digital über seinen Favoriten oder seine Favoritin ab. Mit 23 Prozent der Stimmen konnte der Spanier Gonzalo Alarcón Burriel (2001) den Publikumspreis für sich gewinnen. Er leitete das Gstaad Festival Orchestra im ersten Satz von Elgars Violinkonzert im Allegro. Der Preis umfasst drei Übernachtungen während des Menuhin Festival Gstaad 2027 im Wellness- & Spa Hotel Ermitage in Schönried inklusive Destinations- und Festival-Package.
Jury & Verfahren
Die Jury setzte sich aus den Professoren der Conducting Academy, Vertretern des Gstaad Festival Orchestra sowie der fünf Partnerorchester zusammen: Alexander Shelley, Johannes Schlaefli, Polina Peskina und Witold Moniewski (Gstaad Festival Orchestra), Christopher Dingstad (Dresdner Philharmonie), Florian Scholz (Berner Symphonieorchester), Dieter Kaegi und Yannis Pouspourikas (Theater Orchester Biel Solothurn TOBS!), Ulrich Amacher und Sebastian Hazod (Musikkollegium Winterthur) sowie Michael Nassauer (Philharmonie Südwestfalen, in absentia).
Der Menuhin Conducting Prize berücksichtigt bewusst sowohl die Entwicklung und Gesamtleistung während der Academy als auch den Eindruck des Finalkonzerts.
Menuhin Conducting Prize 2026 - Abschlusskonzert




Tess Jackson, Leonhard Kreutzmann, Gonzalo Alarcón Burriel (Fotos: Raphael Faux)
Preisträgerinnen & Preisträger 2026
Tess Jackson (GB)
Leonhard Kreutzmann (DE)
Gonzalo Alarcón Burriel (ES): Publikumspreis
Preisträgerinnen & Preisträger 2025
Joséphine Korda (GB): Gastdirigate beim Kammerorchester Basel, Philharmonie Südwestfalen, dem Orchestre de chambre de Lausanne und im Sinfonie Orchester Biel Solothurn
Shira Samuels-Shragg (US): Gastdirigate beim Sinfonieorchester Basel
Simon Clausse (FR): Gastdirigat beim Musikkollegium Winterthur
Preisträgerinnen & Preisträger 2024
Gabriel Pernet (CH): Gastdirigate beim Sinfonie Orchester Biel Solothurn, Kammerorchester Basel, der Philharmonie Südwestfalen sowie dem Orchestre de Chambre de Lausanne
Alizé Léhon (FR): Gastdirigate beim Musikkollegium Winterthur und Sinfonieorchester Basel
Omer Ein Zvi (IL): Gastdirigat beim Berner Symphonieorchester
Preisträgerinnen & Preisträger 2023
Aurel Dawidiuk (GE): Gastdirigate beim Kammerorchester Basel, Orchestre de Chambre de Lausanne sowie beim Sinfonie Orchester Biel Solothurn
Anna Sułkowska-Migoń (PL): Gastdirigate beim Berner Symphonieorchester, Musikkollegium Winterthur und Sinfonie Orchester Biel Solothurn
Yukuang Jin (CHN): Gastdirigat bei der Philharmonie Südwestfalen
Preisträgerinnen & Preisträger 2022
Izabelė Jankauskaitė (LT): Gastdirigate beim Berner Symphonieorchester, Sinfonie Orchester Biel Solothurn, Orchestre de Chambre de Lausanne und dem Musikkollegium Winterthur
Kyrian Friedenberg (US): Gastdirigat beim Kammerorchester Basel
Samy Rachid (FR): Gastdirigat beim Sinfonie Orchester Biel Solothurn
Daniel Huertas (ES): Gastdirigat bei der Philharmonie Südwestfalen
Preisträger 2021
Andreas Ottensamer (AUT): Gastdirigate beim Sinfonieorchester Basel und Kammerorchester Basel
Andreas Hansson (SWE): Gastdirigate beim Orchestre de Chambre de Lausanne und der Philharmonie Südwestfalen
Jakub Przybycień (PL): Förderpreis und damit Gastdirigate beim Berner Symphonieorchester und dem Sinfonie Orchester Biel Solothurn
Preisträgerinnen & Preisträger 2019
Teresa Riveiro Böhm (AUT/ESP): Gastdirigat beim Kammerorchester Basel
Hankyeol Yoon (KOR): Gastdirigat beim Sinfonieorchester Basel
Jonas Bürgin (CH): Förderpreis vom Berner Symphonieorchester
Preisträgerinnen & Preisträger 2018
Andrew Joon Choi (USA): Gastdirigate bei Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Symphonieorchester Bern
Bar Avni (ISR): Wieder-Einladung zur Gstaad Conducting Academy 2019
Tabita Berglund (NOR): Wieder-Einladung zur Gstaad Conducting Academy 2019
Preisträgerinnen & Preisträger 2017
Petr Popelka (Tschechien): Gastdirigate bei Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Symphonieorchester Bern
Katharina Wincor (Österreich): Wieder-Einladung zur Gstaad Conducting Academy 2018
Preisträger 2016
Joseph Bastian (Schweiz/Frankreich): Gastdirigate bei Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Musikkollegium Winterthur
Preisträger 2015
Nuno Coelho (Portugal): Gastdirigate bei Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Musikkollegium Winterthur
François Lopez-Ferrer (USA, Spanien): Gastdirigate bei Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Musikkollegium Winterthur
Toby Thatcher (Astralien/USA): Gastdirigate bei Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Musikkollegium Winterthur




